Stockente (anas platyrhynchos)

01.01.2015

Die Stockente ist die einzige, nennenswert vorkommende und somit auch jagdlich relevante Entenart in unserer Region. Sie zählt zu den Schwimmenten und ist die in Europa am Häufigsten vorkommende Art und Stammform unserer Hausente. Die Stockente ist hinsichtlich Nahrungswahl, Brutplatz und auch Standort äußerst anspruchslos. Sie kann auch als absoluter Kulturfolger bezeichnet werden, so kommt sie auch häufig in Parkanlagen und kleineren Bächen vor.

Erpel (männlich) und Ente (weiblich) unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihr Aussehen. Beide Geschlechter werden in etwa 1,5 kg schwer.Die Nahrung der Stockente besteht überwiegend aus pflanzlichen Anteilen. Samen, Früchte, Wasser- und Landpflanzen bilden hier den Hauptanteil. Aber auch Insekten, kleine Krebse, Larven und Laich sind wichtige Nahrungskomponenten.

Ein großes Problem ist das Füttern von Enten mit Brot. Auch wir sind als Kinder gerne mit Oma an den Stadtbach gegangen. In kleinen Mengen ist (nicht verschimmeltes) Brot grundsätzlich nicht schädlich. Jedoch kann es bei einer einseitigen und längeren Ernährung mit Brot zu massivem Nährstoffmangel kommen, der zum Beispiel zu dünnschaligen Eiern und Brutverlusten führen kann. Und nicht sofort gefressenes Brot führt entweder zur Eutrophierung von Gewässern oder zur Vermehrung von Ratten, welche dann wiederum bevorzugt Entengelege räubern.

Enten werden bei uns auf der Sonntagspirsch für den Eigenbedarf bejagt. Hierüber freut sich nicht nur unser Hund, sondern vor allem die ganze Familie am anschließenden leckeren Sonntagsbraten.