Schwarzwild (sus scorfa)

02.01.2015

Wildschweine, der Jäger spricht auch vom Schwarzwild, sind vielen als Leibspeise von Asterix und seinem Freund Obelix bekannt. Schwarzwild kann sich mit Hausschweinen verpaaren und ist eigentlich ein tagaktives Rudeltier. Jagd, Landwirtschaft und Freizeitdruck haben seine Hauptaktivität jedoch in die Nacht verlegt. Dies ist vor allem möglich, weil Schwarzwild nicht sonderlich gut sieht, jedoch eine bestechend gute Nase hat, die mindestens so gut wie eine Hundenase, wenn nicht sogar besser ist. Das männliche Schwarzwild wird Keiler genannt, das weibliche Stück heißt Bache. Einjährige Wildschweine sind Überläufer und Jungtiere heißen Frischling. Normalerweise setzt eine Bache im Februar / März fünf bis sechs Frischlinge. Ausgewachsene Wildschweine sind in etwa 150 cm lang, Keiler eher größer. Das Lebendgewicht von ausgewachsenen Keilern kann durchaus bis zu 150 kg erreichen. Die Wildschweinrudel (Rotten) werden von der sogenannten Leitbache, gewöhnlich der ältesten und erfahrensten Sau angeführt und bestehen aus zwei bis vier Bachen mit Überläufern und Frischlingen. Keiler leben als Einzelgänger oder auch in Junggesellentrupps. Schwarzwild hat eine extrem hohe Reproduktionsrate von bis zu 300%.

Bei uns im Revier gibt es (bisher) nur selten Schwarzwild (sogenanntes Wechselwild), was vermutlich sowohl auf die höhere Lage, als auch auf das Nichtvorhandensein von Ackerbau zurück zu führen ist. Unser Schwarzwild wird von uns bei befreundeten Jägern beim Einzelansitz oder Drückjagden erlegt und dient in erster Linie dem Eigenverbrauch. Sofern vorhanden, geben wir jedoch immer wieder Einzelstücke ab.

Schwarzwild ist ein Allesfresser und nimmt seine Nahrung (Eicheln, Bucheckern, Pilze, Würmer, Larven, Mäuse, Schnecken, aber auch Getreide, Mais und Aas) hauptsächlich durch wühlen auf. Während das Schwarzwild im Wald aufgrund seiner "Bodenbearbeitung" gern gesehen ist, führt es im Feld zu immensen Schäden, die dem Landwirt in den meisten Fällen vom Jäger ersetzt werden müssen.