Fuchs (vulpes vulpes)

05.01.2015

Bild: pixabay
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Der Rotfuchs ist unsere Hauptraubwildart. Als Nahrungsoportunist und Kulturfolger ohne natürliche Feinde steht er eindeutig auf der Gewinnerseite unserer Wildtiere. Trotzdem reguliert sich die Natur auch hier selbst, insbesondere über Krankheiten wie ursprünglich Tollwut (Deutschland ist allerdings tollwutfrei!) als auch Räude oder Staupe.

Ausgewachsene Rüden (männlich) sind in etwa 70cm lang (ohne Schwanz) und 6kg schwer. Immer wieder kommen auch Exemplare mit bis zu 10kg vor. Fähen (weiblich) sind in der Regel etwas kleiner und leichter. Im März / April setzt die Fähe vier bis sechs Welpen. Diese werden blind geboren und verlassen ab etwa Mai zum ersten Mal den Bau. Ab diesem Zeitpunkt können Fähen von den frühen Abendstunden bis in die späten Morgenstunden bei der Jagd beobachtet werden.

Der Nahrungshauptbestandteil ist die Feldmaus, jedoch werden auch Junghasen und Vogelgelege nicht verschmäht. Regenwürmer und Frösche werden auf feuchten Wiesen regelrecht "abgesammelt" und Kitze gelten in ihren ersten beiden Lebensmonaten ebenfalls als Beute. Forschungsergebnisse in der Schweiz haben ergeben, dass durchschnittlich pro adulten Fuchs in den Monaten Mai bis Juli elf Kitze pro Jahr geschlagen werden. Neben diesem "Mutterstress" befindet sich die Fähe auch im Fellwechsel und sieht daher oftmals wie "gerupft" aus. Ab Juni sind die Jungfüchse bereits schon selbständig unterwegs.

Obwohl Füchse zu den Hundeartigen gehören, können sie sich aufgrund unterschiedlicher Chromosomenzahl nicht mit Hunden paaren.

Da der Fuchs als Zwischenwirt den für den Menschen äußerst gefährlichen Fuchsbandwurm verbreitet, wird er nicht gerne in Siedlungsnähe gesehen. So sollten vor allem im Frühsommer die streunenden Jungfüchse erlegt werden. Der im Winter geschossene Altfuchs jedoch liefert einen wertvollen Balg. Auch hier gilt: Pelz von Wildtieren ist einem Pelz aus Zuchtfarmen vorzuziehen!