Dachs (meles meles)

07.01.2015

Bild: pixabay
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Der Dachs ist unserer größter heimischer Marder. Nachdem der Dachsbestand aufgrund der behördlich angeordneten Begasung von Fuchsbauen in den 1970er Jahren drastisch eingebrochen ist, hat er sich inzwischen wieder sehr gut erholt und kommt in nahezu allen Revieren wieder vor.

Auch hier werden die männlichen Tiere als Rüden und die weiblichen als Fähen bezeichnet. Beide Geschlechter werden in etwa 80cm lang und bis zu 15kg schwer. Charakteristisch ist die schwarz weiß gestreifte Färbung, welche in der Dämmerung eine hervorragende Tarnung darstellt.

Dachse haben vorzügliche Nasen, mit denen sie hauptsächlich nach Würmern und Larven "stechen". Auch Mäuse und vor allem Aas machen einen nicht unwesentlichen Anteil ihrer tierischer Nahrung aus. An pflanzlicher Nahrung nehmen sie in nicht unwesentlicher Menge Obst und Mais, im Wald vor allem Eicheln zu sich.

Dachse graben über Generationen große Baue, sogenannte Dachsburgen. Daher haben sie als Pfoten regelrechte "Grabschaufeln" mit langen Nägeln, wobei die Nägel der Vorderpfoten fast doppelt so lang sind wie die der Hinterpfoten.

Bemerkenswert ist das außerordentlich starke Gebiss des Dachses. Die Reißzähne sind nicht sonderlich ausgeprägt, das Gebiss ist hauptsächlich auf mahlende und schneidende Tätigkeit ausgelegt.

Dachse können nicht unwesentliche Schäden im Grünland hinterlassen, was vor allem die Ernte beeinträchtigt. Daher werden bei uns Dachse hauptsächlich auf Schadflächen erlegt, so dass wir eher von Vergrämungs- als von Reduktionsabschüssen sprechen können.

Wildbret vom Jungdachs ist recht intensiv im Geschmack, aber durchaus genießbar. Dachse unterliegen wie Schwarzwild der Pflicht zur Trichinenuntersuchung.